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Die SCO Group GmbH hat entgegen der vom Unternehmen unterzeichneten strafbewehrten Unterlassungserklärung erneut geschäftsschädigende Äußerungen auf seiner Webseite publiziert – und sofort wieder zurücknehmen müssen.
Auf https://sco.de war im November 2007 wieder die alte Behauptung zu lesen, Linux würde sich unrechtmäßig geistigen Eigentums von SCO bemächtigen und die kommerzielle Benutzung von Linux bedürfe einer Lizenzierung durch SCO. Nun hatte das Landgericht München I der SCO Group GmbH bereits am 28. August 2003 untersagt, diese unbelegte Behauptung zu machen. Gegen Die SCO Group GmbH wurde damals ein Ordnungsgeld in Höhe von 10.000,- Euro verhängt und das Unternehmen hat eine strafbewehrte Unterlassungserklärung unterschrieben.
Umso erstaunlicher ist es, dass SCO trotz rechtsverbindlicher Unterlassungserklärung erneut behauptet, über angebliches intellektuelles Eigentum an Linux zu verfügen. Die Reaktion erfolgte prompt: Am 7. November 2007 hat unser Anwalt, Dr. Till Jaeger SCO abgemahnt, diese unbelegten und geschäftsschädigenden Aussagen zurückzunehmen. Und siehe da: Bereits einen Tag später waren die Behauptungen von der SCO Webseite getilgt. Durch seine Anwälte ließ SCO erneut erklären, in Zukunft Aussagen zu unterlassen, dass Anwender durch den Einsatz von Linux von SCO für Schutzverletzung von „geistigem Eigentum“ haftbar gemacht werden können.
Gerd Jan Tschöpe, Sprecher der tarent GmbH: „SCO versucht erneut, durch die Verbreitung von Behauptungen auf Kosten Dritter ein Geschäft mit der Angst zu machen. Dass das wohl mehr ein nervöser Reflex als ein durchdachtes Handeln ist, zeigt die prompte Rücknahme der Aussage auf der Webseite von SCO und die aktuelle Unterlassungserklärung.
SCO versucht offenbar immer noch verzweifelt auf einer Schiene zu fahren, die sich schon lange als Abstellgleis entpuppt hat. Davon lassen sich weder die Unternehmen beeindrucken, die im GNU/Linux-Umfeld innovative Software entwickeln, noch die stetig wachsende Anzahl ihrer Kunden und Auftraggeber. GNU/Linux ist freie Software und wird es auch in Zukunft bleiben. Darauf kann man zu Recht vertrauen. Wenn SCO sein kreatives Potential in die Entwicklung von Technologie gesteckt hätte, statt die Ideen anderer als Eigentum zu beanspruchen, wären sie vielleicht noch am Markt.“
siehe auch: www.groklaw.net, heise