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Ameisen

Ameisen sind soziale, staatenbildende Insekten, die in selbstorganisierten Gruppen leben. Ihr Wahrnehmungsspektrum beschränkt sich auf verschiedene Gerüche und einen guten Tastsinn. Die einzelnen Ameisen selbst können nicht komplex denken. Auch gibt es keine Überameise, die Wissen delegiert. Die Sonderrolle der Königin beschränkt sich auf das Legen von Eiern. Wie kommt es dann, dass Ameisenstaaten als Gesamtes dennoch komplex und intelligent handeln? „Single ants aren't smart. Ant colonies are.“ Schwarmintelligenz hat man diesen Effekt genannt: Individuen verfolgen einfache Regeln, und ihre einfachen Handlungen addieren sich zu komplexem Verhalten. Zum Beispiel so: Es gibt zwei Wege vom Bau zum Futter, einen längeren und einen kürzeren. Keine der Ameisen weiß, welcher Weg weshalb besser ist, sie wählen den Weg also zunächst zufällig. Diejenigen Ameisen aber, welche den kürzeren Weg wählen, laufen in derselben Zeit öfter zwischen Bau und Futter hin und her, hinterlassen demzufolge mehr Pheromonspuren auf dem kürzeren Weg und signalisieren den übrigen Ameisen mit dieser Duftnachricht den optimalen Weg.

Siehe auch: Schwarmintelligenz Metaphysik